Geschichte, Politik und Gesellschaft
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„Männerrunde“
In der offenen und angeleiteten Gesprächsgruppe für Männer wollen wir einen geschützten Raum zum Austausch bieten. Jeder Teilnehmer kann sich mit seinen persönlichen Erfahrungen, seinen (Lebens-)Themen und Fragen einbringen.
Es gibt Gruppenregeln, ein Eingangsritual und die Möglichkeit, mit anderen Männern ins Gespräch zu kommen, andere Perspektiven zu sehen und den eigenen Horizont zu erweitern. Alle Themen sind willkommen, von A wie „Anpassungsschwierigkeit“, über F wie“ Freude“, K wie „Können“, S wie „Sinn des Lebens“ bis hin zu Z wie „Zugehörigkeit“. Zudem kann aufgrund der reinen Männergruppe die eigene Männlichkeit thematisiert sowie die eigenen geschlechter- und rollentypischen Verhaltensweisen hinterfragt werden.
Der Gesprächskreis findet alle zwei Wochen mittwochs von 13 – 15 Uhr statt. Neue Teilnehmer sind herzlich willkommen.
Vor der ersten Teilnahme bitte anmelden unter <karlklotzhaus>.</karlklotzhaus>
Stolpersteine gegen das Vergessen
Seit 1997 erinnern in vielen deutschen Städten im Boden eingelassene, 10x10 cm große Messingtafeln, an verfolgte und ermordete NS-Opfer vor deren letzten Wohnhäusern. Der Künstler Gunter Demnig aus Köln hat diese „Stolpersteine“ entworfen und bisher Tausende in zahlreichen deutschen und ausländischen Städten verlegt, so auch in Heidelberg. Interessierte Heidelberger Bürger*innen und Organisationen sind zur Teilnahme an dieser Initiative herzlich eingeladen. Die Treffen finden jeden 2. Dienstag im Monat statt. In Kooperation zwischen der vhs und der Initiative Stolpersteine für Heidelberg finden in loser Folge weitere Veranstaltungen statt. Im Semester 2026/1 bietet die Stolperstein-Initiative an zwei Abenden Vorträge an.
Weitere Informationen erhalten Sie auch über die Homepage der Initiative unter: www.stolpersteine-heidelberg.de
Totaler Umbruch – Stasi, Neonazi, Neuanfang
Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990.
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch.
Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk.
Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema.
Nadja Klier wurde 1973 in Dresden geboren. Sie ist Tochter der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. 1988 wurde sie mit ihrer Familie nach jahrelanger Überwachung aus politischen Gründen aus der DDR ausgewiesen. Über Nacht veränderte sich für die Jugendliche alles. Nadja Klier arbeitet seit vielen Jahren als Fotografin, Autorin und Filmemacherin. 2021 rief sie die „DDR-Box“ ins Leben. Das Portal zielt darauf ab, die Geschichte der DDR möglichst authentisch für Jugendliche darzustellen.
Ingo Hasselbach wuchs in einem privilegierten DDR-Elternhaus auf. Sein Vater arbeitete als Redakteur beim Rundfunk der DDR und war 1964 aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelt, seine Mutter war Journalistin bei der Nachrichtenagentur ADN. Seine Kindheit verbrachte er im Prenzlauer Berg, ab 1971 lebte die Familie gegenüber dem Stasi-Komplex in Berlin Lichtenberg. Hasselbach erlebte als Jugendlicher staatliche Repression, insbesondere aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Punk-Szene. Schule und Jugendzeit waren von Ausgrenzung, Bestrafung, der Unterbringung in einem Kinderheim und der Einweisung in einen Jugendwerkhof geprägt. Zwischen 1986 und 1989 folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, während derer er sich radikalisierte. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich Hasselbach zu einer führenden Figur der Neonazi-Szene in Berlin. Sein Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene im Jahr 1993 war mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden.
Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt in Berlin.
Bitte melden Sie sich über die Homepage oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Zur Teilnahme benötigen Sie einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, Sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über ein Fragetool gestellt werden. Sie erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung den Zugangslink per Mail.
Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Im April 2027 finden in Frankreich die Präsidentschaftswahlen statt. Emmanuel Macron darf laut Verfassung nicht mehr als Kandidat antreten. Was hat er in seiner Amtszeit erreicht? An welchen Vorhaben ist er gescheitert? Wie blicken die Franzosen auf seine Amtszeit? Wie hat sich in seiner Präsidentschaft das deutsch-französische Verhältnis entwickelt? Und was und wer wird nach ihm kommen?
Diese Fragen diskutieren die Journalistinnen Helene Bubrowski und Michaela Wiegel.
Helene Bubrowski ist Chefredakteurin bei Table Media und ab 2027 Herausgeberin der FAZ.
Michaela Wiegel ist Auslandskorrespondentin der FAZ für Frankreich.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Die „Stadt der deutschen Dichtung“ und der Nationalsozialismus. Der andere Heidelberg-Mythos
Heidelberg gilt bis heute als Stadt der Romantik und studentischer Lebensfreude. Weniger bekannt ist jedoch ihre Rolle als nationaler Erinnerungsort, dessen literarische Deutungen seit dem 19. Jahrhundert eng mit politischen und ideologischen Interessen verknüpft waren. Der Vortrag beleuchtet, wie Heidelberg in Romanen und Erzählungen als Symbol deutscher Geschichte, nationaler Identität und später auch nationalsozialistischer Weltanschauung inszeniert wurde. Im Mittelpunkt stehen die Heidelberger Autoren Rudolph Stratz, Irma von Drygalski und Fritz Frey, deren heute weitgehend vergessenes Werk zeigt, wie der Heidelberg-Mythos im Kontext konservativer und nationalsozialistischer Kulturpolitik entstand und genutzt wurde.
In Kooperation zwischen der Initiative Heidelberger Stolpersteine und der Volkshochschule Heidelberg.
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Krings, Marcel Prof. Dr. (Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg)
Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Eines der mysteriösesten und bekanntesten Bauwerke der frühen Menschheitsgeschichte ist das Megalith-Bauwerk Stonehenge in England. Vom 18. September 2026 bis zum 29. August 2027 präsentiert die Archäologische Staatssammlung mit der Ausstellung „STONEHENGE. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ moderne Forschungserkenntnisse zum weltberühmten Steinkreis!
Kurator Dr. Heiner Schwarzberg führt Sie virtuell durch die Sonderschau mit vielen originalen Funden. Gemeinsam entdecken Sie die Entwicklung der Anlage und die Menschen dahinter, die diese vor über 5000 Jahren geschaffen und genutzt haben. Heiner Schwarzberg ist ein deutscher Prähistorischer Archäologe. Er leitet die Abteilung Vorgeschichte an der Archäologischen Staatssammlung in München.
In Kooperation mit der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Museumsagentur Bayern.
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Eure Einheit, unsere Einheit – An wen erinnern wir?
Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990.
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon!
Paulino José Miguel kam 1982 mit 11 Jahren allein aus Mosambik in die DDR, um dort seine schulische und später auch berufliche Ausbildung fortzusetzen. Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR, der 900 Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ermöglichte, in Deutschland einen Schulabschluss zu machen. Seit 2008 leitet Herr Miguel beim Stuttgarter Forum der Kulturen das „Kompetenzzentrum Migration Entwicklung Partizipation“. Außerdem ist er Repräsentant der migrantischen Organisationen im Rat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg. Für sein Engagement als Brückenbauer in der Arbeit für die Rechte von Migrantinnen und Migranten, den interkulturellen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit wurde Paulino Miguel 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Cahit Başar wurde 1966 in Duisburg geboren. Seine kurdischen Eltern waren einige Jahre zuvor aus der Türkei in die Bundesrepublik gekommen. Er gehörte zu den ersten Kindern mit kurdischem Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden. Heute arbeitet Cahit Başar als Geschichts- und Politiklehrer. Er war Gründungsmitglied und langjähriger Sprecher des Netzwerks der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte in NRW. Cahit Başar ist der aktuelle Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Mitglied im „Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken” der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschland mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. Aktuell arbeitet sie vor allem für den Norddeutschen Rundfunk und für andere öffentlich-rechtliche Medien. Die ZEIT zählt sie zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. 2021 wurde sie vom Medium Magazin unter die "Top 30 bis 30"-Journalist*innen des Landes gewählt. Ihre Arbeit wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Bitte melden Sie sich über die Homepage oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Zur Teilnahme benötigen Sie einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, Sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über ein Fragetool gestellt werden. Sie erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung den Zugangslink per Mail.
Stolpersteine gegen das Vergessen
Seit 1997 erinnern in vielen deutschen Städten im Boden eingelassene, 10x10 cm große Messingtafeln, an verfolgte und ermordete NS-Opfer vor deren letzten Wohnhäusern. Der Künstler Gunter Demnig aus Köln hat diese „Stolpersteine“ entworfen und bisher Tausende in zahlreichen deutschen und ausländischen Städten verlegt, so auch in Heidelberg. Interessierte Heidelberger Bürger*innen und Organisationen sind zur Teilnahme an dieser Initiative herzlich eingeladen. Die Treffen finden jeden 2. Dienstag im Monat statt. In Kooperation zwischen der vhs und der Initiative Stolpersteine für Heidelberg finden in loser Folge weitere Veranstaltungen statt. Im Semester 2026/2 bietet die Stolperstein-Initiative an zwei Abenden Vorträge an.
Weitere Informationen erhalten Sie auch über die Homepage der Initiative unter: www.stolpersteine-heidelberg.de
Sichere Alternativen zu Google, Word, Outlook + Co
Die meisten von uns nutzen Programme von Microsoft und Google, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass sie jede Menge unserer persönliche Daten an die Hersteller senden. Dabei gibt es datenschutzfreundliche Alternativen, die auch kompatibel mit MS-Office und anderer Software sind.
In dieser Online-Veranstaltung lernen sie hochwertige, aber leicht zu bedienende Office- und Mail-Programme, Browser, Navigationssysteme und Suchmaschinen kennen, die Sie sofort sicher und kostenlos nutzen können.
Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
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In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen.
Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Sie war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Die Geheime Staatspolizei in Heidelberg – Organisation, Personal und Tätigkeit
Obwohl die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in Heidelberg – wie auch in anderen Städten – als regionaler Repressionsakteur gilt, wurde ihr in der Forschung bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dies liegt an der schwierigen, durch Vernichtung der Akten entstandenen, Quellenlage, anhand welcher kaum mehr Aussagen zu Ermittlungen und Verfolgung der Opfer zu treffen sind. Dennoch konnten Akten gefunden werden, durch die das Personal und die Tätigkeit der Gestapo in Heidelberg skizziert sowie regionale Verfolgung aus Täterperspektive dargestellt werden kann.
Der Vortrag soll einen Überblick über die Organisation, das Personal sowie die Tätigkeitsbereiche der Gestapo in Heidelberg geben.
Julia Franke studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg und beschäftigte sich im Rahmen einer hilfswissenschaftlichen Tätigkeit bei Prof. Dr. Frank Engehausen und ihrer Masterarbeit mit der Gestapo Heidelberg und regionaler NS-Geschichte.
In Kooperation zwischen der Initiative Heidelberger Stolpersteine und der Volkshochschule Heidelberg.
Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum ging man mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert.
Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben. Er lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.
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Wege aus der Vereinsamung – zurück ins Leben
Wir sind soziale Wesen, isolieren uns aber auch durch die Digitalisierung immer mehr voneinander. Das ist nicht nur ein soziales, sondern auch ein biologisches Problem, denn Einsamkeit macht krank und kann sogar die Lebensdauer verkürzen.
Die Weltgesundheitsorganisation hat Einsamkeit als "Pandemie des 21. Jahrhunderts" definiert. Von den älteren Menschen fühlt sich inzwischen jeder Vierte alleingelassen. In dieser Online-Veranstaltung werden Wege aufgezeigt, um zur Gemeinsamkeit zurück zu finden und trotzdem am Puls der Zeit zu bleiben.
Sütterlin und Alte deutsche Schrift
Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, etwa bei der Ahnenforschung, alte Handschriften aus der Familie oder in Archiven zu lesen, scheitern aber häufig an der alten Schrift. Dieser Kurs bietet Ihnen die Möglichkeit, die Grundlagen der Sütterlinschrift und der Alten deutschen Schrift zu erlernen, damit Sie alte Handschriften (Tagebücher, Briefe usw.) lesen können. Zum letzten Kursabend können Sie eigene Schriftstücke mitbringen, die wir gemeinsam „übersetzen“, um das Erlernte gleich anzuwenden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Referent ist Mitglied der Interessengemeinschaft Sütterlin Kurpfalz.
Veränderungsstress. Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
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Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren. Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben. Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen.
Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher "Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt" (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie "Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft" (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für "Ungleich vereint" erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
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Gemeinsames und Kurioses unter den Sprachen Europas
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
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Wir machen uns auf eine Rundreise durch die Eurolinguistik, jene Wissenschaft, die nach den Gemeinsamkeiten unter den Sprachen Europas sucht. Wir durchstreifen die Gebiete Wortschatz, Grammatik, Aussprache, Schreibung und Kommunikationsgepflogenheiten. Wie drückt sich die europäische Sichtweise im Wortschatz aus? Aus welchen Sprachen haben die Europäer gerne Wörter übernommen? Welche typischen Grammatik-, Aussprache- und Schreibkonventionen gibt es? Welche Gepflogenheiten gibt es beim Austausch miteinander? Und: auf welche Kuriositäten stoßen wir?
Joachim Grzega ist einer der führenden Eurolinguisten. Er leitet an der VHS Donauwörth den Projektbereich „Innovative Europäische Sprachlehre (InES)“ und lehrt an der Universität Eichstätt.
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"Plakate gegen Rechts" - Verlage gegen Rechts
Die Initiative "Verlage gegen Rechts" gründete sich 2016, als rechte Verlage begannen, die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt als Forum für ihre rassistischen, queerfeindlichen, antisemitischen, ableistischen und antifeministischen Inhalte zu benutzen. Solche Inhalte sickern in die Gesellschaft, wo immer sie schweigend hingenommen werden. Sie sind schon vielerorts „normal“ geworden, in manchen Gegenden sogar mehrheitsfähig. Das ist bedrohlich.
Gleichzeitig blüht jetzt, angesichts von krisenhaften Zeiten, gesamtgesellschaftlich noch ein heikler Trend, nämlich der Wunsch nach Eskapismus, Ablenkung, Zerstreuung. Verständlich – aber fatal für die Verlagslandschaft: Wohlfühlbücher, die nur den Massengeschmack bedienen, verdrängen unbequemere Inhalte, die Reflexion erfordern. Bücher mit politischen, widerständigen und komplexen, auch widersprüchlichen Botschaften werden weniger sichtbar und immer schwerer verkäuflich. Mehr und mehr unabhängige Verlage geraten in Existenznot.
Auf den Aufruf für "Plakate gegen Rechts" haben das Bündnis hunderte Einsendungen erreicht: Plakate für eine radikal vielfältige demokratische Gesellschaft.
Die Volkshochschule zeigt vom 5. November bis 20. Dezember eine Auswahl der Einsendungen.
Trump und die MAGA-Bewegung
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
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Gibt es einen Trumpismus ohne Trump?
Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln? Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus?
Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Jungsein in Demokratie & Diktatur
Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK.
Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".
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Unsterblich durch KI?
Wären Sie gerne unsterblich? Immer mehr Menschen existieren als KI-gesteuerte, personifizierte Avatare im Internet weiter, damit Angehörige und Freunde dort auch nach deren Tod weiter mit ihnen kommunizieren können. In den USA ist es der neuste Trend, aber: Macht das Sinn? Welche sozialen, finanziellen und juristischen Konsequenzen hat das? Ein informativer, mit Videos angereicherter Online-Vortrag - manchmal auch leicht creepy - über die neue digitale Trauerkultur.