Literatur
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Arbeitskreis Literatur
Drei der vier von den aktuellen Kursteilnehmer*innen ausgewählten Titel stehen entweder direkt oder zumindest mittelbar in der Tradition des Schelmenromans und legen deshalb nahe, den Kurs mit diesem Schwerpunkt zu versehen.
Arnon Grünberg, dessen rabenschwarzem Werk erst nach über 20 Jahren eine Übersetzung ins Deutsche zuteil wurde, und Jakob Hein, der sich eher der heiter-humoristischen Variante zuordnen lässt, bieten hinreichend Gelegenheit, die Romane im Lichte der Eigenheiten und Möglichkeiten des Genres zu betrachten. Auch Stefanie Sargnagels lustvoll sezierende ‚Analyse‘ des Wiener Opernballs lässt es an Schelmischem nicht fehlen und dürfte ebenfalls einiges zur Beantwortung der Frage nach den Quellen und Gründen unseres Lesevergnügens beitragen können. Thomas Hettches aktueller Roman weist wohl kaum Berührungspunkte mit der Gattung des
Schelmenromans auf, wird aber natürlich genauso unvoreingenommen und intensiv
beleuchtet werden wie die anderen Titel. Da die ersten Rezensionen auffällige
Gemeinsamkeiten in der durchaus durchwachsenen Beurteilung aufweisen, wird unsere Aufmerksamkeit u.a. der kritischen Betrachtung der Kritik gelten.
Wir werden die Texte in der folgenden Reihenfolge besprechen:
Arnon Grünberg: Gstaad. Roman. Berlin 2023 (Die Andere Bibliothek Bd. 464, Extradruck), 336 S., 24,00 €.
Jakob Hein: Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste. Roman. Berlin 2025 (Galiani). 256 S., 23,00 € [zur Zeit auch noch als Lizenzausgabe bei der Büchergilde Gutenberg erhältlich].
Stefanie Sargnagel: Opernball. Zu Besuch bei der Hautevolee. Hamburg 2026 (Rowohlt), 80 S., 18,00 €.
Thomas Hettche: Liebe. Roman. Köln 2026 (Kiepenheuer&Witsch), 176 S., 22,00 €
Der Kurs ist wie immer offen für neue Teilnehmer*innen und freut sich auf intensive
Gespräche und einen lebhaften Austausch der eigenen Leseerfahrungen.
Termine: 08.10., 05.11., 03.12.2026 und 14.01.2027
Gesprächskreis Literatur
Aufgrund geopolitischer Verschiebungen orientieren sich deutsche Politiker und Unternehmer vermehrt Richtung Asien. Aber was zum Beispiel ist Indien? Was macht den südasiatischen Raum aus? Was passiert hinter den bunten und elenden Kulissen dieser kulturellen Großregion? Oder Südkorea: Was tut sich in dem Wirtschaftswunderland außer K-Pop?
Die Literatur ermöglicht einen Zugang zu diesen Ländern, der nicht von ökonomischen Interessen bestimmt ist. Aus Südasien lesen wir ins Deutsche übersetzte Autorinnen und Autoren, die in den Regionalsprachen Hindi oder Urdu schreiben. Aus Südkorea steht die Nobelpreisträgerin Han Kang auf dem Programm und aus China Fang Fang mit einem erst erfolgreichen aber dann schnell verbotenen Buch.
Drei weitere Bücher suchen wir gemeinsam im Kurs aus.
Han Kang: Die Vegetarierin. Aufbau Verlag Berlin
Uday Prakash: Dr. Wakankar. Draupadi Verlag, Heidelberg
Fang Fang: Weiches Begräbnis. Hoffmann und Campe, Hamburg
Der Gesprächskreis findet alle drei Wochen statt. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen.
Leselounge der Leselust
Der gemeinnützige Verein „Leselust Heidelberg e.V.“ wurde im Herbst 2019 gegründet. Ziel ist es - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ - über die vielfältigen Literaturinitiativen zu informieren und einzelne Projekte zu unterstützen. Dazu gehören Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Literaturherbst Heidelberg“ und Lesungen mit Autorinnen und Autoren, sowie Vernetzung und Kooperation mit anderen Akteur*innen aus der Literatur- und Kulturszene. In Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg finden die folgenden Veranstaltungen statt.
Die „Leselust e.V.“ bietet jungen Autor*innen eine Bühne in der Volkshochschule Heidelberg. Freuen Sie sich auf junge und innovative Texte! Moderation: Gertrud Edelmann, Leselust e.V.
Indischer Roman
Der gemeinnützige Verein „Leselust Heidelberg e.V.“ wurde im Herbst 2019 gegründet. Ziel ist es - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ - über die vielfältigen Literaturinitiativen zu informieren und einzelne Projekte zu unterstützen. Dazu gehören Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Literaturherbst Heidelberg“ und Lesungen mit Autorinnen und Autoren, sowie Vernetzung und Kooperation mit anderen Akteur*innen aus der Literatur- und Kulturszene. In Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg finden die folgenden Veranstaltungen statt.
Vorgestellt wird der Roman „Auf der Suche nach dem Kelch mit Nektar“ von Samaresh Basu, der von Ilka Schlüchtermann ins Deutsche übersetzt wurde und im Draupadi Verlag erschienen ist. Er handelt von der hinduistischen Kumbh Mela, dem größten Fest der Welt. An der letzten Kumbh Mela (Januar/Februar 2025) nahmen nach Angaben der indischen Behörden mehr als 400 Millionen Menschen teil. Im Roman des indischen Schriftstellers Samaresh Basu (1924-1988) reist ein junger Intellektueller mit dem Zug zur Kumbh Mela. Er selbst hat ein aufgeklärtes Weltbild, doch will er verstehen, was die Faszination dieses Festes ausmacht.