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Brand name oder No name?
Strategien einer attischen Keramikwerkstatt am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr.

Die Mitarbeiter*innen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 128 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Vorträge finden in Kooperation zwischen der Akademie der Wissenschaften und der Volkshohschule statt. Töpfer und Maler bestimmten das Erscheinungsbild einer Werkstatt, sie legten Größen und Formen, Techniken der Bemalung und Art der Dekoration fest. Dabei hatten Töpfer weit mehr Einfluss, als wir heute gemeinhin annehmen: In der täglichen Arbeit bestimmten sie neben Größe und Form auch den Rahmen für die figürliche Bemalung, während der Maler für die Umsetzung dieser Vorgaben und natürlich für seine eigene Bildgestaltung zuständig war. Als Werkstattbesitzer durfte der Töpfer bei allen ästhetischen Überlegungen den wirtschaftlichen Erfolg nicht aus dem Auge verlieren, woraus seine besondere Verantwortung für das Gefäß erwuchs.
Die Werkstatt, die im Fokus des Vortrags stehen wird, war etwa zwischen 520 und 490 v. Chr. in Athen aktiv und vor allem bekannt für perfekt getöpferte große, aufwändig verzierte Gefäße, die in zwei Techniken, einer traditionellen sowie einer neuen, bemalt wurden. Daneben entstand in der Werkstatt aber auch Massenware, kleinere Gefäße in standardisierter Form und Größe. So ließen sich unterschiedliche Abnehmergruppen ansprechen und bedienen. Alle Gefäße verkauften sich gleichermaßen gut in Etrurien, wohin sie von Händlernetzwerken gebracht wurden, die mit den Malern zusammenarbeiteten. Einige der Protagonisten signierten ihre Arbeit, viele andere nicht. Was sagt uns das über Marketingstrategien?
Prof. Dr. Bettina Kreuzer studierte Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte und Alte Geschichte in Würzburg und Freiburg. Sie wurde 1991 zur attisch schwarzfigurigen Keramik aus dem Heraion von Samos promoviert und habilitierte sich 2003 mit einer Studie zur Rolle der Heroen Herakles und Theseus im archaischen Athen. Seit 2010 ist sie Mitarbeiterin des Corpus Vasorum Antiquorum und bearbeitet attische Keramik aus den Antikensammlungen in München.

  • Eintritt frei

  • Gebührenfrei
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  • Kursnummer: 1671.02e
  • Start:
    Mi. 01.07.2026
    18:15 Uhr
    Ende:
    Mi. 01.07.2026
    19:00 Uhr
  • 1 Unterrichtseinheit
  • Hinweis: Eintritt frei
  • Dozent*in:
  • Veranstaltungsort:
  • Kontakt:
    Fragen zur Buchung: Team Gesellschaft 0 62 21/91 19-75 gesellschaft@vhs-hd.de