Arbeitskreis Literatur
Auf Leben und Tod
„Das Leben ist gefährlich. Wer lebt, stirbt.“ (St. J. Lec)
In unseren Breiten, wo zu unterschiedlichen Zeiten mit wechselnder Intensität versucht wurde (oder immer noch wird?), das Lebensende tendenziell zu tabuisieren oder ihm zumindest im gelebten Alltag keinen prominenten Platz einzuräumen, sind es nicht zuletzt Schriftsteller*innen, die sich dieses Themas – meist aus eigener unmittelbarer Betroffenheit – mutig, zuweilen auch schonungslos (gegen sich selbst und ihre Leser*innen) annehmen.
Eine deutliche Mehrheit der bisherigen Kursteilnehmer*innen hat sich für vier Publikationen ausgesprochen, die inhaltlich wie formal den Verlust eines nahestehenden Menschen bzw. das eigene bevorstehende Ableben auf höchst differenzierte und individuelle Weise zur Sprache bringen.
Trotz des auch für unseren Kurs ungewöhnlichen Themas werden wir – wo es angebracht und förderlich ist – in bewährter Weise auf Sprache, Stil, Erzählhaltung und Struktur eingehen, um Buselmeiers „außergewöhnlicher lesenswerter Härte“ (FAZ), Austers als bemüht postmodern kritisiertem Roman, Muschgs ‚Niemand‘ bei seiner doppelbödigen Annäherung an sein Grab sowie Gospodinovs – wohl aus Verlegenheit ‚Roman‘ genannten – Geschichte über das Leben und Sterben seines Vaters möglichst gerecht zu werden.
Abschließend und anregend mögen die folgenden Aussagen das Spannungsfeld andeuten, in welchem sich die Autoren bewegen:
„Auch eine Art Leben, über den Tod zu schreiben: man nimmt sich Zeit für die Ewigkeit.“ (L. Fels)
„Seien wir diskret. Fragen wir die Toten nicht danach, ob sie gelebt haben.“ (St. J. Lec)
Wir werden uns – in der Reihenfolge ihres Erscheinens – mit den folgenden Titeln befassen:
Michael Buselmeier: Elisabeth. Ein Abschied. Heidelberg 2021 (Morio), 200 S., 18 €
Paul Auster: Baumgartner. Roman. Hamburg 2023 (Rowohlt), 204 S., 22 €
Adolf Muschg: Nicht mein Leben. Erzählung. München 2025 (C.H.Beck), 176 S., 24 €
Georgi Gospodinov: Der Gärtner und der Tod. Roman. Berlin 2025 (Aufbau), 240 S., 24 €
Der Kurs ist wie immer offen für neue Teilnehmer*innen und freut sich auf intensive Gespräche.
Termine: 26.03., 23.04., 18.06. und 09.07.2026
In unseren Breiten, wo zu unterschiedlichen Zeiten mit wechselnder Intensität versucht wurde (oder immer noch wird?), das Lebensende tendenziell zu tabuisieren oder ihm zumindest im gelebten Alltag keinen prominenten Platz einzuräumen, sind es nicht zuletzt Schriftsteller*innen, die sich dieses Themas – meist aus eigener unmittelbarer Betroffenheit – mutig, zuweilen auch schonungslos (gegen sich selbst und ihre Leser*innen) annehmen.
Eine deutliche Mehrheit der bisherigen Kursteilnehmer*innen hat sich für vier Publikationen ausgesprochen, die inhaltlich wie formal den Verlust eines nahestehenden Menschen bzw. das eigene bevorstehende Ableben auf höchst differenzierte und individuelle Weise zur Sprache bringen.
Trotz des auch für unseren Kurs ungewöhnlichen Themas werden wir – wo es angebracht und förderlich ist – in bewährter Weise auf Sprache, Stil, Erzählhaltung und Struktur eingehen, um Buselmeiers „außergewöhnlicher lesenswerter Härte“ (FAZ), Austers als bemüht postmodern kritisiertem Roman, Muschgs ‚Niemand‘ bei seiner doppelbödigen Annäherung an sein Grab sowie Gospodinovs – wohl aus Verlegenheit ‚Roman‘ genannten – Geschichte über das Leben und Sterben seines Vaters möglichst gerecht zu werden.
Abschließend und anregend mögen die folgenden Aussagen das Spannungsfeld andeuten, in welchem sich die Autoren bewegen:
„Auch eine Art Leben, über den Tod zu schreiben: man nimmt sich Zeit für die Ewigkeit.“ (L. Fels)
„Seien wir diskret. Fragen wir die Toten nicht danach, ob sie gelebt haben.“ (St. J. Lec)
Wir werden uns – in der Reihenfolge ihres Erscheinens – mit den folgenden Titeln befassen:
Michael Buselmeier: Elisabeth. Ein Abschied. Heidelberg 2021 (Morio), 200 S., 18 €
Paul Auster: Baumgartner. Roman. Hamburg 2023 (Rowohlt), 204 S., 22 €
Adolf Muschg: Nicht mein Leben. Erzählung. München 2025 (C.H.Beck), 176 S., 24 €
Georgi Gospodinov: Der Gärtner und der Tod. Roman. Berlin 2025 (Aufbau), 240 S., 24 €
Der Kurs ist wie immer offen für neue Teilnehmer*innen und freut sich auf intensive Gespräche.
Termine: 26.03., 23.04., 18.06. und 09.07.2026
Termine
| # | Termin | Ort / Raum |
|---|---|---|
| 1 |
Donnerstag
26.03.2026
20:00 - 21:30 Uhr
Ort / Raum:
Heidelberg, Raum 213
|
Heidelberg, Raum 213 |
| 2 |
Donnerstag
23.04.2026
20:00 - 21:30 Uhr
Ort / Raum:
Heidelberg, Raum 213
|
Heidelberg, Raum 213 |
| 3 |
Donnerstag
18.06.2026
20:00 - 21:30 Uhr
Ort / Raum:
Heidelberg, Raum 213
|
Heidelberg, Raum 213 |
| 4 |
Donnerstag
09.07.2026
20:00 - 21:30 Uhr
Ort / Raum:
Heidelberg, Raum 213
|
Heidelberg, Raum 213 |
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45,00 €Gebühr:(1 x monatlich)In den WarenkorbLoading...
- Kursnummer: 2070
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Start:Do. 26.03.2026
20:00 UhrEnde:Do. 09.07.2026
21:30 Uhr -
Dozent*in:
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Veranstaltungsort:
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Kontakt: