Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg Live-Stream

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Mittwoch, 28. April 2021 19:30–21:00 Uhr

Kursnummer 1132ew
Dozent Dr. Joseph Croitoru
Datum Mittwoch, 28.04.2021 19:30–21:00 Uhr
Gebühr 3,00 EUR
Ort

vhs im Netz
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Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
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Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelbergplateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.
Dr. Joseph Croitoru ist ein deutscher Historiker, freier Journalist und Autor, journalistisch lange tätig für die FAZ und die NZZ, nun u.a. für die SZ und die taz.
Im Januar 2021 erscheint bei C.H. Beck das Buch „Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten“.

Dr. Joseph Croitoru Kursleitung


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