Oper ohne Gesang: das Melodram

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Eintritt frei

Mittwoch, 20. Juli 2022 18:15–19:45 Uhr

Kursnummer 1116.04e
Dozent Prof. Dr. Thomas Betzwieser
Datum Mittwoch, 20.07.2022 18:15–19:45 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlsstr. 4
69119 Heidelberg
Vortragssaal

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Die Mitarbeiter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 140 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den jeweiligen Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftler*nnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Melodram zählt zu den merkwürdigsten Erscheinungsformen in der Geschichte des Musiktheaters. Die Verbindung von gesprochenem Text und Musik wurde buchstäblich erfunden, von keinem Geringeren als Jean-Jacques Rousseau. Während die Melodramgattung in Frankreich ein randständiges Kuriosum blieb, fiel das musikbegleitete, hochpathetische Sprechen in Deutschland auf fruchtbaren Boden, vor allem im literarischen „Sturm und Drang“ der 1770er Jahre. Ein Paradigma der Gattung stellt Georg Anton Bendas Medea dar, unbestritten das populärste Melodram, wovon auch zwei unterschiedliche Fassungen zeugen (Gotha 1775 und Mannheim 1784). Das mediale Nebeneinander von gesprochenem Wort und Orchestermusik - nicht selten auch simultan konzipiert - wirft nicht nur Probleme hinsichtlich der Edition solcher Werke auf, sondern ist gleichermaßen auch für die heutige Aufführungspraxis auf der Bühne eine Herausforderung.

Prof. Dr. Thomas Betzwieser studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg. Er ist seit 2012 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2009 leitet er das Projekt „OPERA - Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation der Akademie der Wissenschaften Heidelberg mit der Volkshochschule Heidelberg statt.

Prof. Dr. Thomas Betzwieser Kursleitung


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