Fake News Erkennung und Offenlegung von verzerrter Medienberichterstattung

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Eintritt frei

Mittwoch, 22. Juni 2022 18:15–19:45 Uhr

Kursnummer 1116.02e
Dozent Prof. Dr. Karsten Donnay
Datum Mittwoch, 22.06.2022 18:15–19:45 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlsstr. 4
69119 Heidelberg
Vortragssaal

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Die Mitarbeiter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 140 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den jeweiligen Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftler*nnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Art und Weise, in der die Medien über öffentliche Debatten berichten, hat einen wichtigen Einfluss auf kollektive Entscheidungsfindungsprozesse. Tendenziöse Berichterstattung beeinflusst durch spezifische Wortwahl oder absichtliche Auslassung bzw. Fehldarstellung die Wahrnehmung von Nachrichten. Im Extremfall präsentieren sogenannte Fake News gänzlich falsche Informationen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Vielfältige Berichterstattung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für kollektive Entscheidungsfindung, und systematisch verzerrte Informationen können, falls sie von Lesern nicht als solche erkannt werden, die Konsensfindung und Entscheidungen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen empfindlich stören.
Dieser Vortrag stellt die gemeinsam mit Prof. Bela Gipp entwickelten Strategien zur automatisierten Schnellerkennung von verzerrter Medienberichterstattung mit Methoden der Informatik vor. Anhand erster Ergebnisse unserer sozialwissenschaftlichen Forschung wird zudem aufgezeigt, wie verzerrte Berichterstattung in der Praxis offengelegt werden könnte.

Prof. Dr. Karsten Donnay promovierte 2014 an der ETH Zürich im Bereich Computational Social Science mit Schwerpunkt Politikwissenschaften. Nach Forschungsaufenthalten in Genf und der Universität Maryland war er von 2016 bis 2020 Assistenzprofessor an der Universität Konstanz. Seit dem 1. April 2020 ist er Assistenzprofessor für Political Behavior and Digital Media am Institut für Politikwissenschaften der Universität Zürich. Karsten Donnay ist WIN-Kollegiat.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation der Akademie der Wissenschaften Heidelberg mit der Volkshochschule Heidelberg statt.

Prof. Dr. Karsten Donnay Politik- und Medienwissenschaftler


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