Zwischen Tempel und Tierfriedhof Altägyptische Krokodilgötter-Kulte

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Eintritt frei

Mittwoch, 01. Juni 2022 18:15–19:45 Uhr

Kursnummer 1116.01e
Dozent Prof. Dr. Holger Kockelmann
Datum Mittwoch, 01.06.2022 18:15–19:45 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlsstr. 4
69119 Heidelberg
Vortragssaal

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Die Mitarbeiter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 140 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den jeweiligen Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftler*nnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Sobek zählt zweifelsfrei zu den charakteristischsten und am längsten belegten ägyptischen Gottheiten. Seinem Krokodilwesen nach steht er in besonders enger Beziehung zur Sphäre des Wassers, ein Merkmal, aus dem sich viele seiner theologischen Aspekte ableiten: solarer Ur- und Schöpfergott, Spender von Fruchtbarkeit, Garant von Regeneration.
Der Vortrag stellt die zentralen Elemente und Entwicklungen der Sobek-Theologie vor, mit einem Überblick zur Kulttopographie des Gottes und seiner zahlreichen Lokalformen. Wie sich zeigen wird, ist „Sobek als Träger der Verjüngung“ ein Kernthema, das überall in den Sobek-Kultorten begegnet und überregional vergleichbare Spuren in den materiellen Zeugnissen der Kulte hinterlassen hat. Besonderes Augenmerk liegt auf der rituellen Praxis in den Sobek-Heiligtümern, vor allem auf der Frage, welche Rolle dort der Tierkult mit lebenden Krokodilen und Krokodilmumien spielte.

Prof. Dr. Holger Kockelmann studierte Ägyptologie, Papyrologie und Klassische Archäologie an den Universitäten Trier, Oxford und Bonn. Von 2010 bis 2020 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle „Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens“ (Tübingen); seit 2020 ist er Professor für Ägyptologie an der Universität Leipzig.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation der Akademie der Wissenschaften Heidelberg mit der Volkshochschule Heidelberg statt.

Prof. Dr. Holger Kockelmann Archäologe und Ägyptologe


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