Politisches Framing „Flüchtlingswelle“ oder „Geflohene“?: Wie die Wortwahl unser Denken prägt

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Karten an der Abendkasse

Freitag, 24. April 2020 19:00–20:30 Uhr

Kursnummer 1132e
Gebühr 6,00 EUR (ermäßigt 4,00 €)

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Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – davon sind viele Menschen überzeugt. Doch die moderne Neuro- und Kognitionsforschung hat die klassische Vernunft längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingen politische Entscheidungen, sondern kognitive Deutungsrahmen, in der Wissenschaft Frames genannt. Diese Frames entscheiden, ob Informationen für wichtig gehalten werden oder nicht. Frames sind immer ideologisch selektiv und werden über Sprache aktiviert. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik. „Geflohene“ klingen anders als „Flüchtlinge“, und „Flüchtlingswelle“ klingt wie bedrohliche Wassermassen. Zumindest teilweise kann man auf diese Weise Menschen, die vor Gewalt und Hunger geflohen sind, sprachlich und geistig entmenschlichen. Über politisches „Framing“ möchte ein Heidelberger Politologe gerne vortragen und mit Ihnen diskutieren.


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